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Ehre durch Assoziation

Durch die Assoziation des Redners oder eines Zeugen mit einer positiv an­ge­sehenen Gruppe oder Person soll eine besondere Glaub­würdig­keit hergestellt und dadurch suggeriert werden, dass die Argumente dieser Person besonders glaub­würdig seien.

Beispiel:

A ist ein Philosoph.
Philosophen sind besonders kluge Menschen.
Daher ist auch A ein besonders kluger Mensch.

Hinweis: der obige Syllogismus könnte zwar als ein (gültiger) Modus Dimatis interpretiert werden, allerdings enthält der Untersatz eine syntaktische Ambiguität, wodurch der Schluss auch formell ungültig ist.

Beschreibung

Die Ehre durch Assoziation ist eine Sonderform des Verweises auf eine falsche Autorität, da damit versucht wird, eine Autoritätsposition einzunehmen bzw. jemandem eine solche zuzuweisen, obwohl diese sachlich nicht gerechtfertigt wäre.

Daneben stellt sie das Gegenstück der Schuld durch Assoziation: während dort eine negative As­so­zi­a­ti­on hergestellt wird, soll hier eine positive hergestellt werden.

Im extremen Fall kann es sich auch um ein Ad-hominem-Argument handeln, dann nämlich, wenn mit der Ehrung des einen Redners impliziert wird, dass einem anderen keine solche Ehre zusteht. Tut man dies, indem man sich selbst oder die eigene Gruppe mit positiven Attributen asoziiert, kann dies eine Form von Selbstüberhebung sein.

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig

Beispiele

„Galileo Gambit“

Ein verbreitetes Scheinargument, das gerade als Beleg für abwegige Positionen gerne vorgebracht wird:

Damit soll anstelle eines sachlichen Argumentes der Vortragende mit Galileo Galilei assoziiert werden, dessen Thesen bekanntlich von der katholischen Kirche abgelehnt und geahndet (übrigens nie „verlacht“!) wurden.

Anstelle von Galileo kann auch auf andere Wissenschaftler oder Philosophen verwiesen werden, die in ihrer Zeit verkannt wurden, zum Beispiel Sokrates oder Max Planck.

Was dabei nicht beachtet wird, ist, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Position, die in der Fachwelt als un­sinnig betrachtet wird, letztlich tatsächlich als korrekt herausstellt, um ein vielfaches geringer ist, als dass es sich letztlich tatsächlich als Unsinn herausstellt (siehe hierzu: Selbst­über­schätzung, Wahr­schein­lich­keits­irr­tümer, Affirmation der Konsequenz).

Siehe auch

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