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Metonymie

bezeichnet ein rhetorisches Stilmittel, bei dem ein anderes Wort als Ersatz für das eigentlich gemeinte benutzt wird.

Um ein Metonym handelt es sich zum Beispiel, wenn man „sein Brot verdienen“ als Umschreibung für „Geld für seinen Lebensunterhalt zu verdienen“ benutzt.

Wichtig ist dabei, dass der verwendete Ausdruck in einer anderen Bedeutung als gewöhnlich verwendet wird. Daher können Metonyme eine Form von Äquivokationen darstellen.

Namensherkunft

Der Begriff Metonymie leitet sich vom Altgriechischen „metonymía [μετωνυμία]“ her, was so viel wie „den Namen aus­tauschen“ bedeutet.

Obwohl der Begriff sich explizit auf ónyma [ὄνυμα], also auf den „Namen“ bezieht, wird er so verstanden, dass er sich auf beliebige Begriffe beziehen kann.

Beschreibung

Es gibt zahlreiche Varianten der Metonymie, die sich auf die verschiedenen Beziehungen der ausgetauschten Begriffe beziehen.

Unter anderem können Ursachen und Wirkungen bzw. Erzeuger für Erzeugnis vertauscht werden (etwa ein „Zeiss“ stellvertretend für ein Fernglas dieses Herstellers, oder man liest „Süskind“ und meint z.B. „Das Parfum“.

Ebenso kann ein Ort oder eine geographische Bezeichnung anstelle des dort befindlichen verwendet werden, etwa „Berlin“ anstelle der Bundesregierung.

Ein Teil kann für ein Ganzes stehen (Lat.: pars pro toto) bzw. das Ganze für einen Teil („Lat.: totum pro parte). Zum Beispiel meint man, wenn man sagt „ich nehme noch ein Glas“ meist nicht nur das (leere) Glas, sondern das Gefäß einschließlich (und vor allem) des Inhalts. Ebenso bedeutet die Aussage „Deutschland gewinnt die Goldmedaille!“ nicht, dass das ganze Land eine solche gewonnen hätte, sondern nur ein Teil, nämlich der oder die Athleten, die bei dem Wettkampf angetreten waren.

Eine Sonderform der Metonymie ist die Antonomasie (von ántonomázein [ἀντονομάζειν]: „[etwas] anders nennen“). Dies bezeichnet eine Umschreibung einer Person, ohne ihren Namen zu nennen – zum Beispiel wenn man „der Bundestrainer“ sagt anstatt „Joachim Löw“ (Stand: 2020) meint.

Weitere Beispiele

Pars pro toto

Ein Beispiel für einen Mehrdeutigkeitsfehler, der auf einer Äquivokation in Form eines pars pro toto beruht:

Tiere passen sich durch Evolution an veränderte Lebensräume an.
Noch nie hat jemand ein Tier bei der Evolution gesehen.
Also ist die Evolutionstheorie falsch.

Hier steht einmal der Begriff „Tiere“ als pars pro toto für Tiergattungen oder Spezies und einmal für individuelle Lebewesen (nebenbei handelt es sich auch noch um ein Strohmann-Argument, da die angegriffene Evolutions­lehre nicht korrekt wiedergegeben wurde).

Siehe auch

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Über diese Site

Denkfehler Online ist ein Projekt, die häufigsten Irr­tümer und Trug­schlüsse zu erklären und zu kate­gori­sieren. Auf dieser Seite finden sie einen Hinter­grund­artikel, der ein wichtiges Konzept aus dem Bereich „Rhetorik“, welches zum Ver­­ständnis von anderen Artikel nötig ist, kurz erklärt.
Für mehr In­for­ma­tionen, siehe die Haupt­kategorie Rhetorik.

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