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Intension

Die „Intension“ eines Begriffes beschreibt die Bedeutungen, die durch die Art und Weise der Be­zug­nah­me mit diesem ver­bunden werden, im Gegen­satz zu der Be­deut­ung die sich aus der Ex­ten­sion des Be­griffes im je­weil­igen Kon­text ergibt.

So haben die Begriffe „Morgen­stern“ und „Abend­stern“ zwar beide die gleiche Ex­tension (näm­lich den Planeten Venus), aber unter­schied­liche Inten­sionen, näm­lich dass sie das Er­scheinen der Venus am Morgen-, bzw. am Abend himmel beschreiben.

Andere Namen

  • Nebenbedeutung
  • Opaker Kontext
  • Begriffssinn

Hinweis: Der Begriff „Inten­sion“ sollte nicht mit dem (nahezu) homo­phonen „In­ten­tion“ ver­wechs­elt werden, was so viel wie „Ab­sicht“ be­deutet.

Beschreibung

Die Intension eines Begriffes beschreibt im weitesten Sinn die Bedeutungen oder Merkmale, die mit diesem Begriff verbunden sind, und die nicht von der Extension beschrieben werden.

Dazu gehören, wie im Beispiel oben, die Ko­nota­tionen, die mit dem Be­griff ver­bunden sind (etwa „Abend“ mit „Abend­stern“), aber auch kon­tex­tu­elle Infor­ma­tionen („maskierter Mann“ gegen­über „der eigene Vater“).

Werden solche indirekten Be­deut­ungen nicht be­achtet, können sich daraus log­ische Fehler er­geben (siehe: In­ten­sion­aler Fehl­schluss).

Weitere Beispiele

„über“

Das Wort „über“ hat eine lange Ge­schichte: sein ältester noch in Ge­brauch be­find­licher Vor­fahr ist das alt­griech­ische Wort „hyper [ὑπέρ]“, welches später zu „super “ lati­ni­siert wurde. Daraus ent­standen (über mittel­alter­liche Formen wie „uper“ u.ä.) die heute üb­liche Form „über“, aber z.B. auch das eng­lische „over “). Inter­ess­an­ter­weise wurde eine Form des deut­schen Aus­druckes im Eng­lischen neuer­dings als „uber “ zu einem Mode­wort.

Die ersten Bestand­teile der fol­genden Bei­spiel­be­griffe haben daher alle die­selbe Ety­mologie:

Hypertext
Superbenzin
Ubergeek
Overkill

Dabei sind „Hyper-“, „Super-“, „Uber-/Über-“ und „Over-“ zwar im Prinzip alles von „hyper “ ab­ge­leitete Syno­nyme, trotz­dem tragen sie zum Teil sehr sub­tile spe­zi­fi­sche Be­deut­ungs­unter­schiede; sie tragen daher unter­schied­liche – oft schwer in Worte zu fassende – Intensionen. Diese werden aber deutlicher, wenn man die Begriffe austauscht: „Über­benzin“ oder „Super­kill“ klingen nicht nur „falsch“, sie scheinen auch andere Kon­nota­tionen zu tragen als die üb­lichen Wort­kom­bi­nationen.

Siehe hier­zu auch: Ety­mo­log­ischer Irrtum.

Siehe auch

Lernmaterialien

Weitere Informationen

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Denkfehler Online ist ein Projekt, die häufigsten Irr­tümer und Trug­schlüsse zu erklären und zu kate­gori­sieren. Auf dieser Seite finden sie einen Hinter­grund­artikel, der ein wichtiges Konzept aus dem Bereich „Logik“, welches zum Ver­­ständnis von anderen Artikel nötig ist, kurz erklärt.
Für mehr In­for­ma­tionen, siehe die Haupt­kategorie Logik.

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