Abgekürzt MT oder MTT. Einer der elementarsten (gültigen) logischen Schlüsse. Er basiert auf einer Konditionalaussage sowie einer Negation der Konsequenz.
A ⟶ B– wenn A, dann B
¬B– nicht B
∴ ¬A– daraus folgt: nicht A
Zum Beispiel ist das folgende ein gültiger Modus Tollens:
Wenn es regnet, [dann] wird die Straße nass.
Die Straße ist nicht nass,
Also regnet es nicht.
Der vollständige Name dieser Form ist „Modus tollendo tollens“. Frei könnte man dies als „Art und Weise, durch die Verneinung [einer Aussage] eine andere [Aussage] zu verneinen“ übersetzen.
In der Literatur kann man auch die folgenden alternativen Namen für diesen Schluss finden:
Da der Modus Tollens nicht unbedingt der umgangssprachlichen Bedeutung der „wenn … dann“ Aussageform entspricht, wird er meist als weniger intuitiv wahrgenommen als etwa der Modus Ponens. Womöglich deshalb sind Fehlschlüsse auf Grundlage des MT nicht selten.
Die folgende Tabelle stellt den Modus Tollens und die wichtigsten Fehlschlüsse gegenüber:
| Modus tollens (gültiger Schluss) | Affirmation der Konsequenz (Fehlschluss) | Negation der Antezedenz (Fehlschluss) |
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|---|---|---|---|---|
| Prämisse 1 | A ⟶ B (wenn A dann B | A ⟶ B (wenn A dann B | A ⟶ B (wenn A dann B) |
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| Prämisse 2 | ¬B (nicht B) | B | ¬A (nicht A) | |
| Konklusion | ¬A (nicht A) | | |
Diese Fehler lassen sich wie folgt umschreiben:
Beide Fehler werden in den verlinkten Artikeln näher beschrieben.