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Fehlschluss der bedingten Wahrscheinlichkeit

Beschreibt eine Verwechslung einer bedingten Wahrscheinlichkeit mit ihrer Umkehrung:

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Professorenstelle von einer Frau bekleidet wird, liegt bei 25 %.
Daraus folgt: jede vierte Frau ist Professorin.

Offensichtlich ist der Anteil der Professorinnen in der Gruppe der Frauen sehr viel geringer und kann auch nicht aus den gegebenen Daten errechnet werden.

Andere Namen

Beschreibung

Während das Beispiel in der Einleitung noch sehr einleuchtend ist – wir alle kennen genügend Frauen, um zu wissen dass nicht jede vierte ihnen eine Professorstelle innehält – kann es leicht zu Verwirrungen führen, wenn es um Themen geht, mit denen man weniger Erfahrungen hat:

Etwa die Hälfte der in Deutschland lebenden Bevölkerung hat DNA, die der Haplogruppe R1b zugeordnet wird.
Personen, bei denen der Marker der Haplogruppe R1b festgestellt wurde, sind mit 50%-iger Wahrscheinlichkeit aus Deutschland stammend.

Tatsächlich hat nur ein sehr geringer Teil der Personen dieser Gruppe etwas mit Deutschland zu tun. Diese spezifische genetische Markierung ist vor allem im Westen Frankreichs, dem Vereinigten Königreich und Irland verbreitet, wo bis zu 90% der Bevölkerung dieses Gen tragen.

TODO Dieser Abschnitt ist noch in Bearbeitung.

Siehe auch

Weitere Informationen

1)
An dieser Stelle auch der Hinweis, dass zumindest einige Anbieter neben der genannten, wenig vertrauenswürdigen Analyse der „Herkunft“ oft auch weitere Tests durchführen – etwa über Erbkrankheiten und Verwandtschaftsbeziehungen – und diese an Dritte weitergeben, etwa Strafverfolgungsbehörden und Versicherungen. Ob dies für den gebotenen „Unterhaltungswert“ angemessen ist, muss jeder entscheiden, aber zumindest sollte man sich dafüber im Klaren sein.