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Geschlechtsneutrale Sprache

So weit es möglich ist und es weder den Sinn entstellt, noch den Lesefluss hindert, sollten geschlechts­neutrale Begriffe oder Formu­lier­ungen bevorzugt werden, also etwa „Person“ oder „Teilnehmende“, etc.

Wo es nötig ist, explizit darauf hin­zu­weisen, dass sich so­wohl Männer als auch Frauen an­ge­sprochen fühlen sollen, sollten Formu­lier­ungen wie „Bäcker­innen und Bäcker“ oder z.B. „Arzt/Ärztin“ ge­braucht werden. Bei einer solchen Doppel­nenn­ung wird immer die weib­liche Form zu­erst genannt.

In allen anderen Fällen ist das Ziel der ge­schlechts­neutralen Sprache gegen­über dem der Ein­fach­heit der Spra­che und guten Les­bar­keit der Bei­spiele ab­zu­wiegen. Dies muss je nach Einzel­fall ent­schieden werden.

Grundsätzlich zu vermeiden sind Schreib­weisen, die den Lese­fluss erschweren und/oder die nicht oder nur schwer aus­zu­sprechen sind (siehe hierzu auch den Ab­schnitt Bar­riere­frei­heit). Dies be­trifft ins­be­sondere Schreib­weisen mit Binnen-I, Trema, Stern­chen, Unter­strich, Doppel­punkt u.ä., aber auch die ver­breitete Form mit Schräg- und Binde­strich (z.B. „Bäcker/-in“).

Tipp: Für Hinweise und Ideen zu geschlechts­neutralen For­mu­lier­ungen, siehe die Web­site geschickt­gendern.de, wo das Thema sehr praxis­gerecht und mit vielen guten Lösungs­vor­schlägen be­handelt wird.

„Gegendert“ wird auch nur, wenn der Leser bzw. die Leserin sich mit der Person, die beschrieben wird identifizieren kann oder soll. Wird eine Person nur im ab­straken Sinn – insbesondere als Negativ­beispiel – erwähnt, ist der Ge­brauch des ge­ner­ischen Mas­ku­lin­ums angemessen.

Beispiele:

  • Für die Leserschaft dieser Zeitschrift …“
    – neutraler Begriff, da dieser sich hier anbietet.
  • Während Ihrer Ausbildung zur Ärztin oder zum Arzt lernen Sie …“
    – Doppel­nennung, da Ärzt­innen und Ärzte an­ge­sprochen werden.
  • Man sollte sich nicht vom Gegner provozieren lassen …“
    – generisches Maskulinum, da ab­strakte und nega­tive Rolle.
  • Es gehört zum Berufsbild des Bäckers, dass er früh morgens aufstehen muss.
    – gener­isches Mas­ku­linum, da abstrakte Person.

In vielen anderen Fällen hat es sich als die ein­fachste Lösung er­wiesen, die Aus­sagen so um­zu­for­mu­lieren, dass erst über­haupt keine Person er­wähnt wird.

Siehe auch

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