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Schwach definierte Begriffe

Ein sprachliches Problem, welches zu Äqui­voka­tionen führen kann, ist der Ge­brauch von Be­griffen, deren Ex­ten­sion vage de­fi­niert ist oder die wo­mög­lich über­haupt keine ein­heit­liche De­fi­ni­tion haben. Dies kann ins­be­sondere bei ab­strakten oder im über­trag­enen Sinn ge­brauchten Be­griffen zu schwer zu ent­deck­enden Mehr­deut­ig­keiten führen.

Zum Beispiel ist es un­klar, worauf sich ein Begriff wie „das Gute“ tat­säch­lich bezieht, und ob es neben Hand­lungen, die posi­tive Ab­sichten und/oder Folgen haben, tat­säch­lich etwas gibt, was un­zwei­deutig mit diesem Be­griff be­schrieben werden kann.

Beschreibung

Die Begriffe, die in der Logik ver­wendet werden, müssen ein­deutige Exten­sionen haben: es darf keine Zweifel darüber geben, worauf sich diese beziehen.

Ein typisches Problem be­steht darin, dass Be­griffe unter Um­ständen mehrere Be­deut­ungen tragen können, etwa auf­grund von Äqui­voka­tionen oder von syn­takt­ischen Ambi­gui­täten . Es ist aber auch das Gegen­teil möglich, näm­lich dass ein Be­griff über­haupt keine Ex­ten­sion hat, oder dass diese zu­mind­est so vage und un­scharf ist, dass sie nicht sinn­voll be­schrieben werden kann.

Dies betrifft ins­besondere Be­griffe, welche vor allem durch ihre In­ten­sionen de­fi­niert sind, wie der in der Ein­leit­ung er­wähnte Be­griff: „das Gute“, bei dem un­klar ist, ob er neben der in­ten­sion­alen Re­ferenz tat­säch­lich auch eine Ex­ten­sion hat (siehe auch:  Rei­fi­kation).

Hinweis: Da die hier be­schrieb­enen schwach defi­nierten Be­griffe in der Logik nicht ver­wendet werden kön­nen, werden sie meist erst gar nicht als „Be­griffe“ im Sinne der Logik an­ge­sehen. Hier geht es je­doch vor allem darum, auf die Prob­le­matik dieser Be­griffs­kate­gorie auf­merk­sam zu machen, so dass es sinn­voll ist, diesem Phä­no­men einen Artikel zu widmen.

Solche Begriffe haben auch eine Bedeutung in der Rhetorik, da sie sich gut dafür eignen, mehrdeutige Aussagen zu machen

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig.

Beispiele

Kontinuumsirrtum

Der sog. „Kontinuums­irrtum“ (auch als „Sorites-Irr­tum“ oder „Argu­ment vom Bart“ be­kannt) kann auf­treten, wenn Kate­gor­ien auf einem Kon­tinuum un­scharf de­fi­niert sind. Der spe­zi­fi­sche Denk­fehler da­hinter ist, dass auf­grund der unklaren Ab­grenz­ung der Kate­gorien diese gleich völlig ab­geleht werden.

Das klassische Beispiel hier­für ist die Frage, ab wann Ge­sichts­be­haar­ung als „Bart“ be­zeich­net werden kön­nen: Da es keinen all­gemein ak­zept­ierten Schwell­en­wert gibt, wann aus Bart­stop­peln ein Bart wird, kann diese Ab­grenz­ung schwierig sein. Gleich­wohl be­schreibt der Be­griff „Bart“ zwei­fel­los ein ex­ist­ier­endes Phä­no­men, es muss also eine Kate­gori­sier­ung geben, die es er­laubt, Bärt­ige und Bart­lose zu unter­scheiden.

Mehr hierzu unter  Kontinuumsirrtum.

„Bewusstsein“

Es ist schwierig, den Begriff „Bewusstsein“ zu erklären, ohne auf zirkuläre Definitionen (etwa mittels des Adjektives „bewusst“) zurückgreifen zu müssen. Dazu kommt, dass gleich eine ganze Reihe von sehr unterschiedlichen Phänomenen mit diesem Wort beschrieben werden (mehr Informationen:  Bewusstsein) und dann auch noch in unterschiedlichen Kontexten sehr unterschiedlich interpretiert werden.

Selbst innerhalb dieser jeweiligen Bedeutungen kann es sehr schwer fallen, wirklich genau und unzweideutig zu definieren, was das „Bewusstsein“ in diesem Fall jeweils ausmacht. Im besten Fall können für den jeweiligen Kontext Synonyme benutzt werden (z.B. „Wachsein“, „Geist“/„Seele“ oder auch „Einsicht“ oder „Selbsterkenntnis).

Nimmt man zum Beispiel „bei Bewusstsein sein“ als Gegensatz zu „bewusstlos sein“ als einen dieser Bedeutungsbereiche her, dann kann man zwar bestimmte Eingeschaften definieren, die diesen Unterschied ausmachen (etwas die Fähigkeit, auf Ansprache zu reagieren) und es ist im Rahmen der Neuro­bio­logie auch gelungen, diese Zustände mit bestimmten Aktivitätsmustern im Gehirn in Verbindung zu bringen – die eigentliche Frage, nämlich wie diese Muster zum Erleben der Wirklichkeit führen, welches wir als „bewusst“ erfahren, ist aber immer noch unbeantwortet.

Auf dieser Basis kann man dann recht leicht Argumente aufstellen, wie „KIs haben bereits Bewusstsein erlangt“. Solange wir uns nicht darüber einig sind, was „Bewusstsein“ in diesem Zusammenhang eigentlich bedeutet, kann man darüber freilich endlos streiten.

FIXME Dieser Artikel ist noch in Bearbeitung und daher unvollständig.

Siehe auch

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